Piet stellt sich vor

 

Hey, ich bin Piet aus Ostermundigen bei Bern. Mein Praktikum habe ich bereits Anfang August 2015 begonnen und nun steuere ich bereits steil auf die Dreiviertelsmarke der 100 Tage zu. Diese Selbstvorstellung kommt also spät, ich weiss (aber besser, als nie...).

Auuuso:

Als Methusalem unter den Praktikanten (und den Fixen auch, vielleicht grad noch mit Ausnahme des Oberbosses) zähle ich locker das Doppelte der Lenze der meisten meiner VJ-Gspändlis. :-| (Nein, näher gehe ich nicht auf dieses Thema ein!)

Hobbymässig und auch professionell habe ich mich schon seit vielen (Nein, näher gehe ich nicht darauf ein!) Jahren mit Digitalfotografie und –videografie beschäftigt. Als Queraussteiger aus meinem ursprünglichen Beruf, der Informatik, habe ich also mit beiden Händen nach der Möglichkeit gegriffen, etwas Neues, Spannendes und Herausforderndes mit Video in Angriff nehmen zu dürfen! Da ich zwischendurch auch bereits für diverse Printmedien als Journi tätig gewesen bin, fühlte ich mich bei TeleBielingue in der News-Welt dann auch rasch zuhause und zurecht.

Woran ich mich allerdings erst einmal gewöhnen musste, waren das enorm hohe Arbeitstempo und der dauernde Zeitdruck. Am Abend, bis allerspätestens um halb sieben Uhr, muss der aktuelle Beitrag – zumindest in Deutsch – zwingend fertig und durch den Tagesproduzenten abgenommen sein, sonst gibt's Haue! ;-) Um punkt 19 Uhr geht ja schliesslich das neue INFO, also die Nachrichtensendung mit Zusatzinhalten, auf Deutsch auf Sendung. Eine halbe Stunde später gilt Dasselbe dann für die französische Version.

Das bringt mich zur Zweisprachigkeit... ja, ja, die liebe Zweisprachigkeit...

Obwohl ich ein ganz passables – Viele würden sogar sagen, ein gutes – Niveau im Französischen vorweisen kann, ist der Doppelbetrieb Deutsch-Französisch eine Zusatzherausforderung bei TB! Alles – ja, absolut Alles! – wird in beiden Sprachen produziert! Das Gute dabei ist, dass man wirklich viel Neues lernt und auch irgendwie zweisprachig und doppelkulturell zu denken beginnt. Das "Mühsame" ist, dass man dauernd die andere Sprache im Hinterkopf behalten muss. Klingt nicht nach etwas Dramatischem, kann einen aber ganz schön ins Schwimmen bringen, denn: Französisch hat eine andere Satzstellung als Deutsch, und sowohl die Ausdrucksweise als auch die Textlängen unterscheiden sich teilweise massiv voneinander. Das merkt man spätestens dann, wenn man seinen Videobeitrag in Deutsch fertig geschnitten hat (Wir Profis hier sagen zu diesem Vorgang natürlich "montiert", ta tahhh!) und einem dann die welschen Kolleginnen und Kollegen die französisch eingesprochene Übersetzung des Textes vorlegen. *%&!*/%*!!! Es passt einfach nicht mehr! *%&!*/%*!!! Wunderschön zum Text synchronisierte Filmabschnitte sind plötzlich zu lang, zu kurz oder müssen in ihrer Reihenfolge komplett umgestellt werden... und es ist viertel vor Sieben! – Zu Beginn des Praktikums kann einen Solches wirklich zum Wahnsinn treiben und man denkt, dass man dieses Business nie in den Griff kriegen wird... Gottseidank entwickelt man aber relativ bald – mit viiiel Hilfe der kompetenten und seeehr geduldigen Produzenten und erfahreneren VJs, plus eigenen Heureka-Momenten – Methoden und Fertigkeiten, welche die zeitgerechte Fertigstellung der Beiträge in planbarer und erträglicher Art und Weise erlauben.

Nach erstaunlich kurzer Zeit macht's dann sogar echt Spass! Ja, das Coolste ist eigentlich, dass man am Morgen an die Redaktionssitzung kommt und meist keinen Schimmer hat, was einem der neue Tag Spannendes und Herausforderndes bringen wird. Oft schluckt man leer, nachdem einem der Tagesproduzent den Auftrag für eine Reportage übergeben hat, weil man einfach null Plan hat, was man mit dem Thema anfangen soll. Auch hier: Sehen wir's als Chance! In kaum einem anderen Job wird man in so kurzer Zeit mit so vielen unterschiedlichen Themen, Menschen und Fachgebieten konfrontiert, muss sich schneller in Unbekanntes einarbeiten und eindenken, und erst noch am selben Abend einen wohlrecherchierten, sehenswerten und technisch sauber produzierten Filmbeitrag in zwei Sprachen abliefern, wie als VJ!

So, für diejenigen unter Euch, welche noch bei mir sind, mache ich hier nun mal einen Punkt und gehe ans Abschiedapéro einer Praktikantin, welche heute ihren Letzten hat. :-D Ein weiteres kleines Schmankerl hier bei TB, dass dauernd Irgendjemand ihren/seinen Letzten hat und es etwas zu Verabschiedsaufenknabbern gibt! Prost und bis bald auf diesem Kanal!

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